Von 1886 bis 2018
VW Käfer Als erstes in Massenfertigung hergestelltes Modell wurde der Käfer Symbol des deutschen Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders, wobei die Geschichte dieses von Ferdinand Porsche konstruierten Autos bereits 1938 mit dem Auftrag der Nationalsozialisten, den KdF-Wagen zu bauen, begann. Er wurde in zuerst noch kleinen Stückzahlen bis 1942 gebaut. Der luftgekühlte Boxermotor im Heck war ein sog. Rassler mit dem typischen Triller der Luftkühlung im Motorengeräusch und dadurch unüberhörbar und unverkennbar. Der erste Nachkriegskäfer, eine Standardlimousine (Typ 11) wurde bereits 1946 ausgeliefert. Während seiner Fertigungszeit war er weltweit das meistverkaufte Automodell.
BMW Isetta Dies war der Kleinstwagen für den weniger gut betuchte Kunden, denn mit einem Preis von DM 2.580 war er für den „kleinen Mann“ erschwinglich. Es war ein modifizierter Lizenzbau des Rollermobils ISO-Isetta der Firma Iso Revolta aus Italien, der mit einem 245-295 cm3 großen Einzylinder-Viertaktmotor aus dem Motorradprogramm von BMW bestückt wurde. Die knapp 2,30 m lange Isetta, die es später auch als Zweizylinder 600er cm3 Modell gab, wurde von 1955-1962 hergestellt und war für BMW das erste kommerziell erfolgreiche Nachkriegsmodell.
Porsche 356 und 911 Das erste Serienmodell aus dem Haus Porsche, der 356 war eigentlich ein „Sportkäfer“ und wurde ab 1948 gebaut. Er war nach dem Krieg der Begründer der deutschen Sportwagenkultur. Der Nachfolger, der „Neunelfer“ oder nur „Elfer“, steht auch heute noch stellvertretend  für die deutsche Sportwagenelite. Der „Elfer“ wurde erstmals 1963 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt.
Opel Kadett baute einen Kadett bereits von 1936 bis 1940 mit mäßigem Erfolg. Die Nachkriegsneukonstruktion, ab 1962 gebaut, war eine einzige Erfolgsgeschichte. Der Der serienmäßig und mit  lückenlosem Marktsegment produzierte Kompaktklasse-Wagen war das Auto, auf das der Markt gewartet hatte. 1991 änderte Opel den Namen und der Kadett hieß fortan Astra.
Mercedes Benz 180 D In den Jahren ab 1950 begann der Dieselmotor den PKW zu erobern. Das erste serienmäßig erfolgreiche Dieselmodell war ab 1954 der Mercedes 180 D mit der Pontonkarosserie. Der Motor hatte eine Leistung von 40 PS, die schon 1955 von Mercedes  auf 43 PS gesteigert wurden.
NSU RO 80 Mit dem Rotationskolbenmotor hätte der RO 80 das Zeug für eine technische Revolution gehabt und den klassischen Kolbenmotor ablösen können, wenn nicht Mängel an den Zulieferteilen ständig zu Motorschäden geführt hätten. Erst nachdem der Ruf des ab 1967 gebauten Wagens ruiniert war, gelang es standfeste Motoren zu bauen. Leider war das für NSU zu spät, denn 1969 ging die NSU AG in Audi auf. Das Design (die Keilform) wurde zum Richtmaß für die deutsche Automobilindustrie, denn die Karosserie gilt heute noch als beispielhaft und wird kopiert.
Mercedes Benz S-Klasse Der erste Oberklassewagen, der W116 lief im Jahr 1972 vom Band. Er war der höchstpreisigste und größte Mercedes der Nachkriegzeit. Alle technischen Neuheiten, ob Eigen- oder Fremdentwicklungen, baute Mercedes zuerst in der S-Klasse ein. So zum Beispiel das Antiblockiersystem ABS, die Antriebsschlupfregelung ASR  oder den Airbag. Die S-Klasse wird bis heute in Stuttgart gebaut.
VW Golf  Die erste Version des Golf brachte Volkswagen 1974 auf den Markt. Mit dem Golf rettete sich der Volkswagenkonzern, der über 20 Jahre keinen adäquaten Nachfolger für den wirtschaftlich erfolgreichen Käfer entwickelt hatte, vor einer Insolvenz. Mit  glatten, klaren Formen traf der Golf den Geschmack der 70er Jahre und behält bis heute die Silhouette seiner ursprünglichen Schrägheck-Karosserie bei. Der Golf ist zur Zeit das umsatzstärkste Modell der Volkswagen AG. Im Jahre 2002 löste er den Käfer als meistverkauftes Automodell der Welt ab.
Audi Quattro  Der „Urquattro“, das Super Sport Coupé, war das erste in größeren Stückzahlen gebaute Straßenfahrzeug mit einem permanenten Vierradantrieb. Er gab die Initialzündung dafür, den Allradantrieb bei PKWs einzusetzen. Die sportlichen Erfolge des Quattro überzeugten auch die Skeptiker. Der Quattro wurde von 1980 bis 1991 gebaut.
Als Carl Benz vor 130 Jahren sein Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor baute, konnte er nicht voraussehen, welche Veränderungen seine Erfindung auslösen würde. Im Jahre 2018 sind Gesellschaft und Wirtschaft vom Auto abhängig. Mit ca. 720000 Mitarbeitern und der Exportquote von 70 Prozent ist die Automobilbranche eine Säule der deutschen Wirtschaft. Damit diese Bedeutung bleibt, werden in die Zukunft weisende Inovationen benötigt, wie zum Beispiel alternative Antriebe und Verbrauchssenkungen um die Erschöpfung der fossilen Treibstoffquellen zu umgehen. Kein anderes Massenprodukt hat den Alltag der Menschen mehr verändert als das Automobil und macht ihnen täglich den Traum von  Freiheit  und Individualität, neu erlebbar. Ein Ende der automobilen Entwicklung ist noch nicht erreicht und auch nicht abzusehen.
VW Käfer
BMW Isetta
PORSCHE 911
Opel Kadett
MERCEDES BENZ 180 D
NSU RO 80
MERCEDES BENZ
S-KLASSE
VW GOLF
AUDI QUATTRO
 
1886   Als Carl Benz am 29.01.1886 seinen oben abgebildeten Motorwagen zum Patent anmeldete, legte er damit den Grundstein zur Geschichte des Automobils. Im gleichen Jahr bauten dann auch Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach und Siegfried Marcus ihre ersten Motorfahrzeuge.
1889   Der in Wien lebende Deutsche Siegfried Marcus baute von 1988-1889 ein Fahrzeug, das bereits die wesentlichen  Attribute eines modernen Automobils besaß und auch einen Benzin-Viertaktmotor als Antrieb hatte.
1889 Der in Wien lebende Deutsche Siegfried Marcus baute von 1988-1889 ein Fahrzeug, das bereits die wesentlichen Attribute eines modernen Automobils besaß und auch einen Benzin-Viertaktmotor als Antrieb hatte.
1891   Erste Automobilfabriken entstehen in Europa und den USA. Daimler gründete Firmen in England und Österreich. In Frankreich startete Peugeot die Produktion.
1892   Rudolf Diesel erhielt das Patent auf eine „Neue rationelle Wärmekraft-maschine“ und modifizierte den Otto-Prozess mit einem höheren Wirkungsgrad. Im Anschluss konstruierte er 1897 den Dieselmotor. Ab 1897 gab es die ersten benzingetriebenen Omnibusse auf den Straßen.           
1898 Der Franzose Gaston de Chasseloup-Laubat stellte den ersten dokumentierten Geschwindigkeitsrekord eines Autos auf:  63,14 km/h mit einem Elektromobil.     
1900 Die österreichische Firma Gräf & Stift baute das erste Elektroauto mit Frontantrieb und erhielt im dafür ein Patent.
1901   Camille Jenatzy erreichte mit dem Auto eine Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h.
1913      In diesem Jahr begann die Massenproduktion der Automobile bei Ford mit der Einführung des Fließbandes, auf dem Stahlkarossen und Stahlchassis montiert wurden.
1914   wurde bereits das erste hydraulische Bremssystem gebaut.
1918   startete dann auch der erste LKW mit einem Dieselmotor.
1924  Mit dem Laubfrosch bei Opel begann jetzt auch in Deutschland die Fließbandproduktion von Personenwagen.
1926   Aus den Firmen Benz & Co. und Daimler-Motoren-Gesellschaft entstand die Daimler Benz AG.
1931   Mit dem Zweitakter DKW F1 wurde der Frontantrieb in die Serienfertigung integriert. Deutsche Automobile von Horch, Maybach und anderen Herstellern beherrschen mit ihrer Technik den Markt der automobilen Luxusklasse und sind weltweit Vorbild.          
1949   Die deutsche Automobilproduktion startete in die Nachkriegszeit mit Daimler Benz, BMW, VW, Opel, Ford und neuen Herstellern wie Borgward, Glas, Gutbrod und anderen. Dementsprechend fand in den Funkturm-Messehallen in Berlin die erste  Automobilausstellung nach dem Kriegsende statt.        
1980   Die ersten Fahrzeuge wurden nun serienmäßig mit Airbags ausgerüstet. Ab 1984 wurden mit Erdgas angetriebene Fahrzeuge von einigen Herstellern in Serie  gebaut.
1990  beginnend wurden bei Dieselfahrzeugen Katalysatoren eingebaut.
1997   Nach dem Elchtest-Debakel der Mercedes A-Klasse wurde das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP entwickelt, dies wurde zuerst in der Luxusklasse und später auch in der Massenfertigung eingebaut.
2018 Automobilbauer auf der ganzen Welt forschen nach alternativen Antrieben und danach, Automobile sicherer und energie-sparender zu machen. Die erzielten Erfolge durch Leichtbau und in der Motorentechnik werden allerdings oftmals durch zusätzliche Komfort- und Sicherheitsausstattungen oder durch Über-motorisierung wieder aufgehoben. Die Suche nach einem Perpetuum Mobile als dem idealen Antrieb wird deshalb weitergehen